Einer von uns: Der Homo sapiens – Australien: Ein Volk am Ende der Welt
3. Januar 2018
11:05
TV
Arte

Vor 200.000 Jahren streifte der erste Homo sapiens durch die afrikanische Savanne, heute umfasst die Weltbevölkerung mehr als sieben Milliarden Menschen. Als unsere Spezies in Afrika entstand, lebten noch andere, ältere Menschenarten. In dieser Folge der Dokureihe: Als die ersten Menschen nach Australien kamen, waren sie allein. Wie konnten sie den Kontinent bevölkern?

Als die ersten Menschen nach Australien kamen, waren sie allein, vom Rest der Welt abgeschnitten und umgeben von fremden Pflanzen und Tieren. Wie konnten sie überleben und einen ganzen Kontinent bevölkern? Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, vergleichen australische und europäische Forscher die DNA 40.000 Jahre alter menschlicher Überreste aus dem

Mittelpaläolithikum mit den Erbinformationen der Aborigines, die noch heute in Australien ansässig sind. Haarproben der Ureinwohner Australiens geben Aufschluss über ihren Verwandtschaftsgrad zu den ersten Einwanderern des Kontinents. Die Erforschung enthüllt erstaunliche Schnittstellen zwischen entfernter Vergangenheit und moderner Geschichte.

Die Sendung unternimmt eine Reise durch die Urzeitgeschichte Australiens, beleuchtet den ersten und wohl einzigen Migrationsstrom der Menschen während der Eiszeit vor mehr als 50.000 Jahren und zeigt Höhlenmalereien und Funde eines bestatteten Leichnams, die beweisen, dass schon zu jener Zeit ein Bedürfnis nach Spiritualität und religiösen Bräuchen herrschte. Australische Ureinwohner und bekannte Archäologen wie Jim Bowler, der 1974 den „Mungo Man“ in New South Wales entdeckte, kommen zu Wort und führen den Zuschauer an verschiedene Fundstellen, an denen vorzeitliches Leben stattgefunden hat.